Der Ausdruck „Besenreiser“ kommt von Ihrer Ähnlichkeit mit „Reisern“ – kleine Äste die früher zu Reisigbesen verarbeitet wurden. Grundsätzlich könne sie durch erhöhten Druck im Venensystem entstehen. Das Blut wird im Venengesunden Bein aus dem oberflächlichen Venensystem in die tieferliegenden Venen und von dort weiter zum Herzen transportiert. Dabei muss die Schwerkraft überwunden werden, wobei die sogenannten Venenklappen eine wichtige Rolle spielen. Funktionieren diese nicht oder nur eingeschränkt, so kommt es durch vermehrten Rückfluss des Blutes zu einer erhöhten Druckbelastung der Venen. Ein Ausdruck dieser Druckbelastung können Besenreiser sein.

Ebenso gibt es eine Anlagebedingte Form der Besenreiser, welche sich auch bei intakten Venenklappen ausbilden kann.

Besenreiser

Entstehung von Besenreisern

Um zwischen den vorgenannten Formen zu unterscheiden, führe ich vor jeder Behandlung von Besenreisern eine Ultraschalluntersuchung der Beinvenen durch. Das ist wichtig, da im Falle einer Schädigung der Venenklappen zunächst die tieferliegende Vene behandelt werden sollte, welche die „Quelle“ der Besenreiser ist.

Die Besenreiser werden anschließend Verödet (Sklerosiert). Dies ist eine fast schmerzlose Methode, um die unschönen Venengeflechte loszuwerden. Es wird dazu ein flüssiges Verödungsmittel mit einer winzigen Nadel in die kleinen Venen eingespritzt. Dadurch werden eine gewollte Reizung und Entzündung der Venenwand hervorgerufen, welche schließlich zum Verschluss und Verkleben des Gefäßes führen. In weiterer Folge wird das Gefäß vom Körper abgebaut.

Die Verwendung von flüssigem Verödungsmittel hat sich in der Behandlung der Besenreiser bewährt. Eine andere Möglichkeit ist die Schaumsklerosierung, bei der das Verödungsmittel vorher aufgeschäumt wird. Die stärkere Wirksamkeit des aufgeschäumten Verödungsmittels hat den Nachteil, dass es häufiger zu unerwünschten Entzündungen der unmittelbaren Umgebung kommt. Daher wird diese Methode eher für die Verödung größerer Venen angewendet, bei welchen die stärkere Wirksamkeit erforderlich ist.

Behandlungsmöglichkeiten von Besenreisern

Im Anschluss an die Behandlung, welche in etwa 30 Minuten dauert, lege ich Ihnen einen Kompressionsverband an. Dieser soll für 48 Stunden belassen werden.

Die Kompression nach der Behandlung ist für einen entsprechenden Therapieerfolg sehr wichtig, da sie die Venenwände der Behandelten Venen aneinanderdrückt und so eine optimale Verklebung der Venenwände fördert.

Sie sollten unmittelbar nach der Sklerosierung einen Spaziergang von etwa einer halben Stunde einplanen.

 

Nachdem die Besenreiser verödet wurden, haben Sie keine Schmerzen. Sie können problemlos aus der Praxis spazieren und sind sofort wieder voll einsatzfähig.

 

Etwa zwei Wochen nach der Behandlung sollte eine Kontrolle in meiner Ordination erfolgen.

Nach der Sklerosierung